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R E Z E N Z I O N E N

Die Fähigkeit, innig-sanfte Gefühlsbilder sensibel zu gestalten, zeigte sich im Laufe des Abends als Stärke von Viviane Goergen. In „Reflets dans l’Eau“ und in „Hommage à Rameau“ aus Debussys „Images“ ließ sie eine vielfältige Farbenpalette aufleuchten. Rhythmisch differenziert, klar strukturiert klang auch Debussys „L’Isle Joyeuse“. Vom poetischen Ausdruck in „Des Abends“ über das sanfte Fragen in „Warum“ und die innere Unruhe des „In der Nacht“ bis hin zum akkordisch - orchestralen, kapriziösen „Ende vom Lied“ in Schumanns Fantasie Stücke op. 12 – Viviane Goergen traf stets die richtige Atmosphäre.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Durch packende Virtuosität, glasklare Anschlagdelikatesse und akribische Genauigkeit gab Viviane Goergen den verschiedenartigen Affekten bedachten Kompositionen Leben und Fülle, so dass die farbigen Phantasien und Visionen von Scarlattis Sonaten transparent wurden und vom ersten bis zum letzten Ton unter dynamischer Spannung standen.

Die Sonate op. 10 Nr. 3 von Ludwig van Beethoven gilt als sein phantasievollstes und pianistisch wirkungsstärkstes Werk. Viviane Goergen interpretierte die Sonate mit traumwandlerischer Sicherheit und absoluter Werkbeherrschung und verblüffte durch ihr nuancenreiches und ausgeklügeltes Spiel. Weitab von Effekthascherei gestaltete sie die wenig gehörte Sonate mit kraftvollem Pathos und souveräner Spieltechnik zu einer Kostbarkeit Beethovenscher Schöpfungen, aufwühlend im düsteren Largo, erlösend und lebensbejahend im Menuett, scherzend und übermütig im Rondo.

Badische Zeitung

Gelöster, klangfarbiger, ausdrucksvoller können sich diese fremden Länder, diese kuriosen Geschichten, diese Träumereien, dieser Ritter auf dem Steckenpferd usw. nicht anhören. Florestan und Eusebius, die geistigen Kinder Robert Schumanns, hat Viviane Goergen „adoptiert“ und sie dem geneigten Publikum eigens vorgetragen – einem Publikum von Davidsbündlern, wie sich denken lässt. Florestan und Eusebius eroberten sich an diesem Abend alle Herzen. Und wie Kinder im Marionettentheater die Hand vergessen, die die Fäden führt, so vergaßen wir an diesem Abend die Hände der Pianistin und überließen uns ganz dem poetischen Zauber der Schumannschen Musik. Ein besseres Kompliment können wir u. E. der Kunst Viviane Goergens nicht machen als das, dass sie uns über der Musik, die sie spielte, uns und sie selbst vergessen ließ!

Luxemburger Wort